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Bid und Ask im Chart: Warum dein Trade im Minus startet

Bid, Ask und Spread einfach erklärt: Warum ein Forex-Trade zunächst im Minus stehen kann und wie du Kauf- und Verkaufskurs im Demokonto überprüfst.

CRASH KURS

10/30/20262 min read

Eigene Infografik: Bid 1,1000, Ask 1,1002 und ein Spread von zwei Pips im erfundenen EUR/USD-Beispiel
Eigene Infografik: Bid 1,1000, Ask 1,1002 und ein Spread von zwei Pips im erfundenen EUR/USD-Beispiel

Du eröffnest einen Demo-Trade, der Kurs bewegt sich kaum, und trotzdem zeigt die Plattform sofort ein kleines Minus. Das muss kein Fehler sein. Häufig erklärt der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs einen großen Teil davon: der Spread. Um deine Anzeige zu verstehen, brauchst du beide Preise.

Ein Forex-Chart zeigt nicht zwangsläufig den Preis, zu dem du gerade handeln kannst. Manche Ansichten zeichnen den Bid, andere den Ask oder einen Mittelwert. Prüfe deshalb die Einstellungen deiner Plattform und die Kurse im Orderfenster.

Bid und Ask aus deiner Sicht

Der Bid ist üblicherweise der Kurs, zu dem du verkaufen kannst. Der Ask ist der Kurs, zu dem du kaufen kannst. Der Ask liegt normalerweise über dem Bid. Die Differenz heißt Spread und wird bei Währungspaaren oft in Pips angegeben.

Bei einer Long-Position kaufst du zum Ask und schließt durch einen Verkauf zum Bid. Bei einer Short-Position verkaufst du zunächst zum Bid und kaufst später zum Ask zurück. Für die Bewertung einer offenen Position ist deshalb auch die jeweilige Gegenseite wichtig.

Ein Beispiel mit zwei Pips Abstand

Stell dir für EUR/USD einen Bid von 1,1000 und einen Ask von 1,1002 vor. Diese Kurse sind frei erfunden. Die Differenz beträgt 0,0002, also zwei Pips. Du kaufst im Demokonto 10.000 Euro zum Ask von 1,1002. Wenn du bei unveränderten Kursen sofort wieder verkaufst, erhältst du den Bid von 1,1000.

Aus der Kursdifferenz ergeben sich 10.000 × 0,0002 = 2 US-Dollar Verlust, bevor weitere Kosten berücksichtigt werden. Der Euro-Gegenwert hängt vom Umrechnungskurs ab. Die Positionsgröße macht also einen Unterschied: Bei zehnfacher Größe wäre dieser Betrag ebenfalls zehnmal so hoch.

Für einen vereinfachten Ausgleich des Spreads müsste der Bid nach deinem Kauf auf deinen Einstiegskurs steigen. Provisionen oder andere Kosten können bedeuten, dass selbst dann noch kein Gesamtergebnis von null erreicht ist.

Warum sich der Abstand verändern kann

Spreads können schwanken. Bei wichtigen Nachrichten, wenig Handelsaktivität oder einem Wechsel der Handelssitzung können Kauf- und Verkaufskurs weiter auseinanderliegen. Ein beworbener Mindestspread ist deshalb nicht automatisch der Spread, den du bei jedem Auftrag erhältst.

Ein sich ausweitender Spread kann auch Stop-Auslösungen beeinflussen. Prüfe, ob deine Plattform dafür Bid oder Ask verwendet. Ein Chart, der nur eine Kursseite zeigt, erklärt eine Auslösung möglicherweise nicht vollständig. Die Funktionsweise der Aufträge erläutert unser Beitrag zu Market-, Limit- und Stop-Orders.

Eine kleine Übung für dein Demokonto

Notiere vor einem Demo-Einstieg Bid, Ask, Positionsgröße und Uhrzeit. Berechne den Spread und vergleiche ihn mit der ersten Ergebnisanzeige. Ergänze gegebenenfalls Provisionen und Umrechnung. Wiederhole die Beobachtung zu einer anderen Uhrzeit, ohne daraus vorschnell eine allgemeine Regel abzuleiten.

Halte die Ergebnisse im Trading-Tagebuch fest. Ziel ist, die Kostenanzeige erklären zu können. Ein enger Spread allein macht einen Trade weder sinnvoll noch profitabel.

Handelskosten bewusst vergleichen

Vergleiche bei der Brokerwahl Spread, Provisionen und Ausführungsbedingungen gemeinsam. Achte darauf, dass Angaben zum gleichen Produkt und Kontomodell gehören.

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